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Climate change

Infos rund um den Klimawandel:

Jedes Jahr findet in einem der Mitgliedstaaten der UNFCCC (United Nations Framework Convention on Climate Change) die Klimakonferenz statt, welche sich mit Umweltproblemen und den Folgen des Klimwandels befasst.

Im Jahre 2009 fand dieser Klimagipfel in Kopenhagen statt und wurde in der Öffentlichkeit stark diskutiert und kritisiert. Vom 07.12. bis 18.12. trafen sich zur 15. Konferenz, Delegierte aus über 190 Ländern der ganzen Welt um über die immer offentsichtlicher werdenden Auswirkungen des Klimawandels zu diskutieren und im besten Falle (Hilfs-)Maßnahmen zu beschließen. Das demokratische Abstimmungsverhältnis besagt, dass ein Land eine Stimme zur Verfügung habe, egal wie groß oder (industriell) entwickelt es ist. Doch in der Realität sieht dies leider anders aus, denn ohne den größten Treibhausgasproduzenten, die USA, kann leider nichts hilfreiches entschieden werden.

Vor allem steht die, durch den CO2-Ausstoß, fortschreitende Erderwärmung auf dem Programm. Diese stellt, mit der damit einhergehenden Übersäuerung der Meere, eine akute Gefahr für alle am und vor allem im Meer liegenden, flachen Staaten dar. Könnte man sich auf ein Ziel von einer Klimaerwärmung von unter 2°C einigen und alle dafür nötigen Einschränkungen und Maßnahmen hinnehmen, so könnten sich der Planet und die Lebewesen auf ihm noch rechtzeitig anpassen.

Auf der Klimakonferenz in Japan entstand im Jahre 1997 das “Kyoto Protokoll”, dieses legt als erstes Dokument völkerrechtlich bindende Maximalwerte für den Ausstoß von Treibhausgasen in Industriestaaten fest. Zusätzlich wurde festgelegt, dass dieser Treibhausgasausstoß bis zum Jahre 2012 im Vergleich zum Jahre 1990 um 5,2% sinken muss um die Folgen des Klimawandels einzudämmen. Doch in dieser ersten Phase bis 2012 wurde dieses Ziel leider nicht erreicht.

Auf der Klimakonferenz 2008 auf Bali wurde dann der so genannte „Bali Fahrplan“ entworfen, welcher für die Klimakonferenz 2009 in Kopenhagen als Regelwerk und Vorlage für ein Folgeabkommen des 2012 auslaufenden Kyoto Protokolls dienen sollte. Er stellt wichtige und hilfreiche Maßnahmen vor, die beschlossen werden sollten.

  • eine mess- & überprüfbare Emissionsminderung,
  • Verringerung der Rodung und Zerstörung von Wäldern
  • verstärkte internationale Zusammenarbeit um bedrohte Länder zu unterstützen, z.B. durch Risikomanagement, Katastrophenschutzstrategien, Stärkung der wirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit, schnelle Entwicklung und Transfer von Technologien zur Verbesserung und Hilfe der gefährdeten Regionen
  • neue finanzielle Mittel – verbesserter Zugang und eine gerechtere Verteilung
  • Anreize zur Umsetzung von Bekämfungs- und Anpassungsstrategien, Mobilisierung öffentlicher und privater Mittel durch die Erleichterung klimafreundlicher Investitionen.

Doch leider kam man auf der Klimakonfernenz 2009 zu keiner Einigung. Die USA und China lehnten eine Festlegung auf eine Verminderung der Treibhausemissionen um 85-90% ab.  Gerade die USA währen mit ca. 300 Millionen Einwohnern und einem täglichen Treibhausgasproduzenten von ca. 20 Millionen Barrel (China: 5-6 Millionen)  ein sehr wichtiger Vorreiter gewesen!

In einem völkerrechtlich nicht bindenden politischen Papier, dem “Copenhagen Accord”, einigte man sich, bevor einige Delegierte vorzeitig abreisten…, auf einen Minimalkonsens. Das Ziel, die Erderwärmung auf max. 2°C zu begrenzen wurde darin zur Kenntnis genommen! Wie und durch welche Maßnahmen, Grenzen und Einschränkungen, wurde allerdings nicht festgelegt.